Mittwoch, 4. Januar 2012

16 - Kann jeder Selbständig werden?

Ich bin der Meinung, dass prinzipiell jeder die Möglichkeiten in sich trägt, selbständig Erwerbstätig zu werden. Meine Beobachtungen im privaten und beruflichen Umfeld haben gezeigt, dass es einige Charakterzüge, Merkmale, Voraussetzungen, wie immer man das bezeichnen möchte, gibt, die für erfolgreiche unternehmerische Betätigungen sehr förderlich sind.

Aus meiner Erfahrung sind die wesentlichsten Voraussetzungen: 
Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Mut, Großzügigkeit, Moral, Visualisierung, Konzentration, Entschlossenheit, Beharrlichkeit, Verantwortungsgefühl, Dankbarkeit, Risikobereitschaft
J. Fischler, Autor des Buches "Erfolgsrezept Internet": Wer aus einer Anstellung in die Selbständigkeit wechselt, muss auch schnell das typische "Anspruchsdenken" loswerden. Für Selbständige gibt es kein Grundrecht, Geld zu verdienen, so wie man das in einer Anstellung vielleicht empfinden mag. Auch wenn die eigene Leistung stimmt, muss der Kunde erst bezahlen (können). Mut zum Risiko gehört für mich jedenfalls dazu.
Diese Merkmale in sich zu tragen ist aber noch nicht genug. Nur wenn ich in mir das brennende Bedürfnis verspüre, mein Leben aktiv selbst in die Hand nehmen zu wollen, NEIN! zu müssen, selbst gestalten zu müssen, der Regisseur meines Lebens sein zu müssen, mein Leben zu einem Abenteuer machen zu wollen, erst dann, wird sich das Potential, das in mir schlummert, dass in jedem von uns latent vorhanden ist, entfalten (können).

Ich selbst bin es, der den Erfolg hervorbringt. Und wenn ich das für jemanden Anderen in einer Anstellung kann, dann kann ich das auch für mich selbst als Selbständiger. Ich brauche nur an mich selbst, an meine Talente, Stärken und Kompetenzen glauben und mir jene Mitstreiter suchen, die mich optimal ergänzen können. 
Als ich mich Selbständig machte, hatte ich naturgemäss mit vielen Leuten Kontakt. Sei es in einem Netzwerk zu Unternehmen, die eventuell vielleicht einen Auftrag bringen könnten (man beachte die Wortwahl: eventuell, vielleicht, könnte. Aber so war das Gefühl beim Start in die Selbständigkeit, geprägt von Zweifel ob es gehen wird. Es geht, keine Sorge!). Sei es zu Leuten, die bereits Selbständig waren oder sich ebenfalls gerade machten. 

Ich habe aus meinen selbstgemachten Erfahrungen und Beobachtungen einige Hinweise gefunden, ob eine Selbständigkeit erfolgreich sein könnte oder nicht. 

Einer der Hauptgründe, warum es oft nicht klappt in der Selbständigkeit ist, dass der brennende Wunsch, das Leben selbst gestalten zu wollen, nicht wirklich vorhanden ist. Oft ist eine Selbständigkeit ein Plan B, der sich aus dem Verlust eines Arbeitsplatzes ergeben hat und notwendig geworden ist. Sehr häufig sind das jene Menschen, die sich parallel zur Suche nach Aufträgen auch noch "sicherheitshalber" bei Unternehmen um einen Job bewerben. 
Ich bin der Meinung, es ist einfacher, einen Auftrag zu finden als einen Job, der einem wirklich gefällt. Bei den Aufträgen ist das mühsame meist nur, dass man mehr als einen Auftrag braucht (im Gegensatz zum Job). Und meist kommen die Aufträge nicht in der gewünschten zeitlichen Abfolge. Wenn man seine Zeit verkauft, wie das bei persönlich zu erbringenden Dienstleistungen nicht anders möglich ist, kann das ziemlich nerven und Lücken im Einkommen bringen. Das war für mich der ausschlaggebende Faktor, nicht mehr Zeit, sondern Ergebnisse zu verkaufen. Im Vertrieb ist das leicht möglich, in vielen anderen Berufen auch, aber leider nicht immer.

Ein weiterer Hinweis, der auf keinen sehr großen Erfolg schliessen lässt, ist, allen Anderen nur nicht sich selbst die Schuld zu geben, am mangelnden Erfolg bei der Selbstängigwerdung. Der Staat, die Wirtschaft im allgemeinen, die Finanzkrise im speziellen  die nun auch in der Realwirtschaft zu spüren ist, die potentiellen aber dauernd zögerlichen Auftraggeber und Kunden, die Kreditklemme, die Eltern, der Ehepartner, die Kinder, Gott. Nur ICH bin dafür verantwortlich, wenn es nicht klappt, wie gewünscht. Das ist die bittere Wahrheit die hart am Ego kratzen kann.
Ein weiterer wertvoller Hinweis bieten Rechtfertigungen. Menschen, die sich dauernd für irgendetwas rechtfertigen füttern ihr Unterbewusstsein permanent mit Ausflüchten, warum etwas nicht geht. Sie fokussieren sich auf den Misserfolg und begründen dass dann auch, damit es auch wirklich schön tief sitzt im Unterbewusstsein und stark wirken kann.  

In diese Kategorie fällt auch Jammern. Das erzeugt geradezu selbsterfüllende Prophezeiungen. Natürlich wird sich der Erfolg bei solchen Befehlen an das eigene Unterbewusstsein nur sehr schwer, eigentlich gar nicht, einstellen (können).

Denn: Gedanken kombiniert mit starken Emotionen haben Verwirklichungskräfte, egal ob auf positive (der unbedingte Glaube an den Erfolg bringt Erfolg) oder negative (Angst, Zögern, Jammern, Schuldzuweisungen fokussieren den Misserfolg und bringen auch den Misserfolg) Weise. Dem Unterbewusstsein ist es egal.

Wir sind niemals Opfer äusserer Umstände. Wenn wir etwas wirklich wollen, schaffen wir Alles. Glaube versetzt Berge, nicht nur in der Liebe.

Wenn du ein Schiff bauen willst,
musst du die Leute nicht zum Baumfällen antreiben,
sondern ihre Sehnsucht nach dem Meer wecken
                                                    Antoine de Saint-Exupéry


... in mir brennt die Sehnsucht nach Freiheit
eine Sehnsucht, die mir Energie gibt, Grenzen zu überwinden
Grenzen zu überwinden, die ausschliesslich in meinem Kopf sind
ich lerne permanent, um eine Grenze nach der anderen zu überwinden
mit jeder Grenze, die ich überwinde, entwickle ich mich weiter
je weiter ich mich entwickle, desto ruhiger und gelassener werde ich
desto ruhiger und gelassener ich werde, desto anpassungsfähiger werde ich 
je anpassungsfähiger ich werde, desto unwichtiger sind alle äusseren Einflüsse
je unwichtiger alle äusseren Einflüsse sind, desto freier bin ich...
Wenn ich das kann, können es alle Anderen auch. 
Jeder, der es wirklich will, kann Selbständig werden.



Anmerkung:
"anpassungsfähig" heisst in diesem Zusammenhang nicht, mit der Masse mitlaufen sondern schnell und flexibel auf äussere Einflüsse reagieren zu können, die Fähigkeiten zu haben, hemmende oder negative Einflüsse auf meine Vorhaben abzuwehren, auszuweichen oder sogar zu nutzen um meine eigenen Ziele trotz oder genau wegen der äusseren Einflüsse zu erreichen.


erfolgREICHer im Leben, Ergänzungen
Kurier, Samstag, 18. Februar 2012, Karrieren Seite 39, im Interview: Maturant wird (Umsatz-)Millionär
Ohne kaufmännische Ausbildung, aber mit viel Unternehmersinn wurde Maturant Alex Windbichler zum Erfolgsunternehmer.
......  Alexander Windbichler ist mit 25 Jahren weder "Herr Magister" noch "Herr Diplom-Ingenieur". Dafür ist er Umsatz-Millionär und Herr im eigenen Unternehmen. Gestartet hat er seine IT - Firma ANEXIA noch als Maturant. Sechs Jahre später zieht er äußerst erfolgreich Bilanz.  .....
 ...... Die Idee der Selbständigkeit hat mir immer sehr gefallen. Den ersten Versuch startete ich mit 16 Jahren, aber da war ich noch nicht geschäftsreif. Ich bin nicht der Typ Mensch,der einen guten Angestellten abgibt. Ich möchte meinen Kopf immer durchsetzen. In die Positionen, die mir in bestehenden Unternehmen gefallen hätten, wäre ich ohne Studium nicht gekommen. ......
.... Ich habe meinen Weg nie bereut. Ich arbeite sehr viel, jeden Tag 12 Stunden und oft auch an Wochenenden.  .....


Kommentare:

  1. Das ist ein wirklich interessanter Blog hier, der zur Freiheit animiert und mit den meisten Inhalten kann ich auch was anfangen. Ich denke, dass man meine Generation (unter 30) es schaffen wird eine Stufe weiter zu sehen oder ein Level weiter zu kommen, ist wie bei Super Mario. Im Uebrigen dienen Konsolen-Spiele der Zerstreuung und die Computer-Industrie ist die einzige die als krisenresistent gilt, aber das nur als kleines Bonmot.
    Zurück zum Thema: www.steuerboykott.org lesen, weiter erzählen, politisch aktiv werden, oder auch nicht, bei einer Bank anstellen, revolutionieren, ganz sicher aber diesen Blog schliessen oder umwidmen oder so, weil die wichtigsten Oekonomischen Zusammenhänge nicht erwähnt werden wie zb. Woher kommt eigentlich das Geld?

    So weit, so gut wir hoffen auf das Beste, denn was bleibt uns anderes noch übrig.

    Alles Gute weiterhin

    Dawid

    P.S.: Penibel schreibt man mit E.

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  2. Danke für den Kommentar, Blog schliessen werde ich nicht, weil es um Unternehmertum geht und nicht um das Geldsystem.

    PS: "die einzige" schreibt man mit großen"E" :-)

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  3. Na Super. Es geht also um das Unternehmertum. Tatsächlich ist es so, dass es immer Unternehmertum geben wird und deshalb ist dieser Blog nützlich. Aber er ist alles andere als das Gebot der Stunde. Es ist Verblendung, denn es ist völlig egal ob man ein Angestelltenverhältnis hat oder selbständig tätig ist, solange wir in einem Geldsystem leben wo es einer relativ kleinen Gruppe von Leuten möglich ist, Konjunkturzyklen zu steuern, Deflation und Inflation zu steuern, ungedecktes Geld aus dem Nichts zu drucken. Warum? Weil wir dadurch dieses System am Leben erhalten und umso länger wir dies tun umso schlimmer wird die Bruchlandung. Euro hin oder her. Wenn jemand eine Million Guthaben auf dem Konto hat, hat jemand eine Million Schulden. Wird dies verzinst muss jemand dies auch erwirtschaften. Eine Umverteilung von fleißig auf Reich. Egal, könnte man meinen solange man die Kohle hat, aber es gibt noch ein kleines Problem. Das Geld wird immer durch die Inflation weniger wert, also muss man noch mehr davon erwirtschaften. Nun gut, haben wir die Anreize? 6 Mio Wahlberechtige in Oesterreich, davon 3 Mio Nettotransferempfänger. Kumulierte Steuerbelastung bei so 60 %. Laffer-Kurve lässt grüssen. Wo ist hier der Anreiz, wenn ich von einem Staat ungefragt für Leistungen geplündert werde, dich ich gar nicht bezahlen will? Ich zahle gerne für innere und äußere Sicherheit aber nicht für jede Bagatellförderung die den Sozialisten einfällt. Da aber der Staat, kein Geld mehr hat um es zu bezahlen, werden die Geldschleusen geöffnet und mein Geld zusätzlich zur Besteuerung noch mehr entwertet. Im Uebrigen eine Notwendigkeit, die sich aus dem Geldsystem herleitet womit wir zur physischen "Oekonomie" kommen. Auf 100 Europäer kommen heute 50 Autos. Auf 100 Chinesen kommen 2 Autos. Was ist wenn auf 100 Chinesen 50 Autos kommen sollen? Antwort: Soviel Metalle gibts auf der Erde nicht, aber dank des Geldsystems und jeglichen Unternehmertums sind wir zum Wachstum verpflichtet, weil sonst das Kartenhaus zusammenbricht. Das ist die Krux des heutigen Geldsystems. Warum schreibe ich dieses öko-fundamentales Zeug hier überhaupt, den ich vor 5 Jahren nie und nimmer geschrieben hätte? Ganz einfach: Purer Pragmatismus, das System ist faktisch am Ende. 2-5 Jahre höchstens noch. Warum soll ich mir den Arsch aufreissen für bedruckte Zettel mit Brücken, Zahlen und Portraits die sowieso wertlos werden? Es ist völlig sinnlos.

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  4. Fassen wir nochmal zusammen: Wir leben in den letzten Atemzügen eines schuldgeldbasierten Geldystems, dass ein elaboriertes politisches Konstrukt von Keynes ist, welches auf Wachstum und Ressourcenausbeutung aufgebaut ist, das hinzu von einer kleiner Gruppe nach Belieben gesteuert werden kann und leistungsloses Einkommen durch Zinseszins ermöglicht, sowie eine Entwertung des Geldes bedingt um unsere Sozialsysteme aufrecht zu erhalten.
    Ich stelle mal eine ganz logische Frage: Warum um Himmels willen wollen wir uns einem System behaupten, dass knapp am Abgrund steht, eine einzige Lüge ist und noch dazu in einem Staat der Leistung bestraft? Und überhaupt: Welche Welt willst du deiner Tochter überlassen? Ist es geil, dass der Staat dir 60 % deines Humidors abluchst und sagt: Hey, Sie sind Unternehmer, machen Sie was draus.
    Das ist momentan nicht das Gebot der Stunde, das System muss geändert werden und es gibt dazu eine Jahrhundertchance, dann zahlt sich Unternehmertum auch viel mehr aus. Auch wenn dieser Blog also Promo gedacht ist, ist er 2016 völlig sinnlos, weil dann 1 Mio. Euro ne Semmel wert ist. Ich weiss, es tut weh wenn jemand in die Komfortzone eintritt, aber klären wir die Leute doch lieber erstmal auf und sagen wie es wirklich aussieht, dann kann man noch immer Blogs en masse schreiben. Ich fände das geil.

    PS.: Penibel hast du zweimal falsch geschrieben, bei mir wars ein Tippfehler, aber vor der x-ten Rechtschreibreform war das sogar richtig. Dank der FAZ ist wenigstens Ruhe mit diesem Schwachsinn, aber das ist ne andere Geschichte.
    Ist eh nur ein kleiner intersubjektiver Spass zwischen uns :) Verwende ein italienische Tastatur daher fehlt eventuell ein scharfes s...

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  5. Die größere Gefahr, die ich sehe, ist eher ein verlorenes Jahrzehnt, ohne Wachstum. Weil wir Politiker haben, die völlig überfordert sind und nichts anderes wissen, als Steuern zu erhöhen. In diesem Sinne oute ich mich jetzt als "Austrian" ;-), you know?

    Und gerade in so einer Situation ist Unternehmentum als Lebensphilosophie eine mögliche Gegenstrategie. Nicht die Einzige, natürlich nicht, aber eine Mögliche.

    Mit Weltuntergangsphantastereien will ich mich nicht beschäftigen. Das versaut meine Gedanken. Und aus meinen Gedanken entspringt mein Handeln. Und mein Handeln entscheidet über die Qualität meines Lebens...

    Im übrigen habe ich in meinem Blog nie davon geschrieben, dass ich 1 Million Euro in Cash besitze (das wäre vollkommener Blödsinn, da gebe ich dir recht). Geld zu besitzen, in einer Zeit negativer Realverzinsungen, ist nicht wirklich optimal. Ich investiere meinen Gewinn lieber wieder in meine eigenen unternehmerischen Projekte.

    Ich habe immer geschrieben, ich erschaffe Werte. Ein Unternehmen aufzubauen, das regelmässig Gewinne abwirft, hat einen Wert, den man lukrieren kann, wenn man das Unternehmen verkaufen wollte. Es wirft Gewinne ab (hoffentlich), ist kein leistungsloses Einkommen, stimuliert die Wirtschaft und schafft vielleicht auch Arbeitsplätze, zumindest erhält es meine Familie und mich.

    Und auch 2016 wirds irgendwas geben, was einen Wert im Umlauf hat, mit dem ich mein Leben finanzieren kann: Goldmünzen, Rotweinflaschen, Tschicks, Fidschi Muscheln, irgendwas. Wir werden nicht in einer geldlosen Gesellschaft leben.

    PS: ich schreibe "penibl" immer falsch, weil ichs nicht besser weiss :-)

    PPS: bleib dran an meinem Blog, du hast interessante Ideen und Ansätze. Vielleicht greife ich das mal in einem Posting auf

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  6. hallo David, jetzt habe ich erst gesehen, dass du zwei Kommentare abgegeben hast. Ich hätte nicht vermutet, dass du dich selber aufgibst, nur weil die äusseren Umstände nicht sie sind, wie du es gerne hättest. interessant! du hast keine Kinder, oder?

    Das wir von einer kleinen Finanzelite gelenkt werden, würde ich unter Verschwörungstheorie einordnen. Vielmehr ist es so, dass die Masse, wir alle, immer gleich reagieren. Wir sind gleichzeitig gierig, wir sind gleichzeitig ängstlich, wir sind gleichzeitig zornig. Und in einer globalen Welt rund um den Globus diese Gleichzeitigkeit. Deshalb schauts imemr aus, als ob wir gelenkt werden. Natürlich werden wir von wenigen beeinflusst. Aber die Reaktionen darauf liegen in uns selbst. Die Mehrheit ist einfach zu uninformiert und auch gleichgültig und deshalb werden wir von relativ Wenigen bewegt. Da gibts ein gutes Buch dazu :-) von Gustav Le Bon "Psychologie derMassen", dass dieses Massenverhalten recht gut beschreibt.

    Dass einen Guthaben immer eine Schuld dagegenstehen muss, ist nur die halbe Wahrheit. Wir haben nämlich zwei Geldsysteme: 1) das Kreditgeld und 2) das Warengeld.

    Das Kreditgeld ist ein Schuldversprechen, welches wieder verschwindet, wenn die Leistung, die in der Zukunft erbracht wird, erbracht wurde.

    Das Warengeld ist der Tausch einer bereits in der Vergangenheit erbrachten Leistung gegen Geld. Jeder Mitarbeiter wird am Ende des Monats für die bereits erbrachte Leistung bezahlt. Und diesem Geld steht keine Schuld mehr gegenüber.

    Aber der Rahmen, das genau zu beschreiben, ist hier nicht gegeben. Und dieser Blog ist dafür auch nicht gedacht.

    Weisst eh, hier gehts um Unternehmertum als Lebensphilosophie. Aber nochmal meine Bitte: bleib dran an dem Blog, du forderst mich und das ist gut so :-)

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  7. ich hab die Texte splitten müssen, deshalb waren es zwei.
    So, die grösste Gefahr dich ich sehe, ist dass ich einem freien Blog Aussagen von gleichgeschalteten Medien lese wie zB. das verlorene Jahrzehnt ohne Wachstum, dass von Lagarde "grauer Panther" herself kommt. Der IWF ist aber keine Charity Veranstaltung, das ist die Weltbank auch nicht. Nur um das mal klar zu stellen. Des weiteren, was soll der Schwachsinn mit dem Wachstum. Das Wachstum ist bedingt durch den Zinseszins. In einem System ohne Zinseszins und Inflation und meinetwegen mit einem Goldstandard gebe es nur marginales Wachstum. Nur Idioten und Oekonomen glauben das unendliches Wachstum auf einer endlichen Erde möglich ist. Den Spruch kennst du ja, aber da Menschen nicht exponentiell denken können und einige findige Menschen das wissen, wird das ausgeschlachtet. Du bist Austrian? Wundervoll, dann empfehle ich dir Roland Baader letztes Buch "Geldsozialismus" zu lesen. Es ist 2010 erschienen und war seine letzte Warnung vor der globalen Weltdepression die uns bevorsteht und jedes Start-up in den Abgrund ziehen wird, welches sie nicht vorher die Gedanken gemacht ob man in und nach der Krise seine Dienstleistung und Produkte benötigen wird (bin gespannt was da noch so von dir kommt). Er ist gestern verstorben, hier ein kleiner Link dazu: http://ef-magazin.de/2012/01/09/3353-roland-baaders-traum-zum-abschied. Die Austrians haben die Dynamiken des Wirtschaft erkannt und untersucht, aber die Wiener Schule ist auch nicht der Weisheit letzer Schluss. Es wäre in Gegensatz zu jetzt ein Quantensprung, wenn wir die Konzepte von Hayek, Mises aufgreifen würden, am Ende würde jedoch immer der gleich Mist rauskommen den wir heute haben, nämlich das eine sehr vermögende Spitze von Menschen gibt. Aktuell: 300 Menschen haben soviel wie 3 Milliarden. Warum würde dies geschehen? Weil wir seit 1694 ein Zentralbankensystem haben zum einem, und zum anderen weil wir seit Luca Pacioli mit einer völlig vertrottelten doppelten Buchführung leben, die zum Betrügen geradezu einlädt. Selbst wenn man free banking einführen würde, würde man später oder früher auf die Grenzen dieses System kommen. Warum? Weil der Kaufkraftunterschied durch Vermögensanhäufung nicht gelöst sein würde. Weil unserer Rechtssystem auf dem römischen beruht, genauso wie unser gültiges Bodenrecht, aber das umzukrempeln ist Fantasie, soll aber nur zeigen es gäbe ein gerechtes Geldsystem und Disney World für alle, aber es liesse schwer mit der menschlichen Psyche vereinbaren.

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  8. Zur Finanzelite: Heute bilden 147 Firmen 40 % der oekonomischen Aktivitäten ab. Unter den ersten 50 dieser Unternehmen befinden sich 45 Banken. Wenn du die Definition von Monopol kennst, wirst du erkennen, dass Banken ein Monopol auf wirtschafliche Aktivität haben und das durch das Drucken von bedruckten Zettel genannt Fiat-Money sich einfach Firmen und Eigentum einverleiben können. Wenn du weitergräbst wirst du auch erkennen wem die Medien in Amerika gehören und wenn zB Reuters gehört, das steht aber nicht in Wikipedia...Wake up, NEO....the Matrix has you. Ein toller Film der auf Platons Höhlengleichnis beruht und die wichtigsten Aussagen enthält, wie zB das man zu alte Menschen (oder zu gewöhnte) aus dem System nicht mehr rauskriegt, weil diese eine Veränderung nicht mehr akzeptieren werden und gegen ihre Befreier gewaltsam vorgehen werden. Ich hoffe, du kannst sie noch akzeptieren. Zu mir, nein ich habe keine Kinder, sonst wären ja meine Prioritäten und Denkmuster anders, zum Anderen gebe ich mich nicht selber auf denn alles Schlechte hat sein Gutes. Auch die Finanzelite hat ihre Gegenspieler. Es ist wie Satre es gesagt hat: Der Bürger ist ein Mann der im Finale erwacht. Ich würde gerne den Weg zum Finale verkürzen, weil ich leb auch nicht ewig.

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  9. So, jetzt zum Abschluss noch ein bisschen Logik. An ein monolithischen Komplex der Finanzelite glaube ich nicht, denn auch hier gibt es verschiedene Ziele innerhalb dieser Akteure. Fakt ist, dass sie aus dem nichts Geld erzeugen können und sich dadurch Waren und Dienstleistungen kaufen können. Was noch? Wählerstimmen? Politiker? Gesetzte? Angenommen eine Bank hätte das Interesse irgendein Gesetz durchzubringen und geht zum entsprechenden Minister und bietet seinen Preis an. Jeder Mensch hat einen Preis. Es ist schändlich, aber es ist so wie es ist. Minister denkt sich, er müsste auf sich und seine Familie schauen. Nun gut, er hat sich schmieren lassen. Die Bank kann soviel Geld erzeugen wie sie möchte, das ist kein grosses Thema in Wirklichkeit, wenn man sich den Derivate-Markt ansieht. Die Bank kauft nicht nur den Minister sondern auch das Recht, sie kann Gesetze nach ihren Belieben umändern, nicht immer, aber immer öfter wie es scheint. Die Analogie lautet: Geld ist Macht. Macht wird benutzt um das Recht zu verändern, daher ist das Geld das Recht. Und dieses Geld wird einfach leistungslos gedruckt von ein paar Kommerzbanken, nicht Zentralbanken. Und warum? Weil der Staat, das Recht abgeben hat sein eigenes Geld zu drucken, er leiht es sich von Geschäftsbanken gegen Zinsen aus. Die Zinsen bezahlen dann die Bürger über die Steuer. Für was geht dein Geld also drauf? Steuern, Inflation, Zinsen... doof. Egal, es zeigt das Banken und Grosskonzern über dem Recht stehen und dass nur durch ein einzige Recht: Sie dürfen Geld erzeugen. Grosskonzerne die eine Bank-linzenz haben machen das Lobbying genauso, im Uebrigen hoffe ich nicht, dass du du einer von den Menschen bist die Glauben, dass zB Siemens mit Elektronik sein Geld verdient, oder etwa doch?

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  10. Abschliessend noch zum Warengeld. Also das solltest du mir schon mal erklären, ansonsten tue ich es Nonsens ab. In was wird der Mitarbeiter denn bezahlt? In Kokosnüssen oder in EURO? In EURO. Wie entsteht aber dieser Euro, wie kommt in Existenz? Antwort: In dem jemanden irgendwann mal einen Kredit aufgenommen hat, das Geld investiert hat. Der Profiteur des investierten Geldes es ausgeben hat und dieser meinetwegen einen 100 Euro-Schein als Lohn bekommen hat. Nicht anderes will der Arbeiter, denn er will sich verschiedene Güter kaufen. Wir sind dazu staatlich verdonnert Euro-Scheine als Geld anzunehmen, es ist eine staatliche verordnete Zwangsreligion. Es gibt meinetwegen zwei Arten von Geld: Euro-scheine und Edelmetalle (oder Kühe, Muscheln, Salz, Pfeffer) also Urgeld. Banknoten waren das Versprechen auf die Herausgabe des Goldes oder Silber. Warum ist das französische Wort für Geld und Silber (argent) das Gleiche? Genau deswegen. Mises begründete in seinem Regressionstheorem, dass Menschen nur deshalb glauben, dass bedruckte Zettel einen Wert haben, weil sie sich erinnern, dass es etwas mal wert war. Warengeld wäre zB Gold oder Silber. Es ist Ware (für Schmuck) aber auch als Mittel für indirekten Tausch akzeptiert. Das ist Warengeld. Warum benutzt man heute kein Gold oder Silber, oder vielleicht sogar Zettel wo steht: Für diesen Zettel bekommen sie eine Unze bei der Bank? Weil, man diese Zettel nicht beliebig drucken könnte. Daher haben wir kein Freies Geld und auch keinen Freien Markt. Definition Freier Markt, Direkter Tausch: Zigarre gegen ein Packerl Marloboro. Unfreier Markt, indirekter Tausch: Zigarre gegen 25 Euro und diese Euro können nach Belieben vermehrt werden und nehmen dir schleichend die Kaufkraft weg (Inflation als Ursache für Teuerung). Ergo haben wir heute keinen freien Markt, weil 50 % dieses Marktes nicht in unseren Händen liegt (das Geld). Wenn du ein Austrian bist dann "Hülsmann, Die Ethik der Geldproduktion" lesen. Da steht es ganz gut drin. Zusammenfassend: Alles Geld der Welt ist durch einen Kredit auf die Welt gekommen und deine Defintion von Warengeld ist einfach nur falsch (tut leid)

    Den Block finde ich im Uebrigens gut weil damit schaffst du ja einen unternehmerischen Wert, wäre nur toll gewesen wenn du gesagt hättest. Welt ist scheisse, aber es wird besser, davor wirds noch schlimmer, Unternehmer zu sein hilft mit den richtigen Ansätzen. Vielleicht kannst du das ja noch ein einfliessen lassen. Werde ihm auch noch folgen, aber zwischenzeitlich muss ich bisschen xbox spielen, ist ja klar :)
    Alles Gute weiterhin

    Dawid
    Freund der Freiheit

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  11. lieber David

    was nutzen dir deine Weisheiten alle? Bist jetzt glücklicher, weil du weisst, das das System Scheisse ist? Was bringt dir die Wühlerei in einem System, dass du ohnehin nicht ändern kannst? und in Wahrheit auch gar nicht verstehen wirst, wenn du kein wirklicher Insider der Finanzelite bist (von dem ich da mal ausgehe)

    Und jetzt hab ich eine konkrete Frage:
    Ich will von dir wissen, wie du durch diese Krisenkatastrophe durchkommst und praktisch mit deinem Wissen Kaufkraft gewinnst oder zumindest keine Kaufkraft verlierst. Ich gehe jetzt mal davon aus, das du ziemlich vermögend bist, weil du über Geld so gut Bescheid weisst und ich von dir was lernen will.

    Und bitte zitier nichts aus Büchern, ich möchte wissen, was du konkret in deinem Leben mit eigenen Entscheidungen getan hast. Oder anders gesagt: die praktische Umsetzung deines Wissens mit deinem eigenen Vermögen

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  12. Lieber Ernst ??

    Ich könnte auch entgegnen, was nützen dein Weisheiten dann alle? Oder was nutzt Weisheit überhaupt. Mein höchstes Gut, dass anstrebenswert ist, ist Wissen. Umso mehr ich weiss, umso mehr kann ich die richtigen Schlüsse ziehen. Lerne die Regeln, damit du sie brechen kannst, sagte schon der Dalai-Lama. Das System wird ein Einzelner nicht ändern können, das ist traurig, aber wohl Fakt. Umso mehr man sich mit der Materie befasst, also dem Gesamtkomplex von Oekonomie, Geschichte, Philosophie und Recht, umso mehr kann man gewisse Zeichen besser deuten. So nehmen viele Menschen gewisse Umstände als grosses Erdbeben wahr und ich als kleine Erschütterung weil ich weiss was dahinter steckt und was kommen könnte (ganz grosses Konjunktiv).

    Zu deiner konkreten Frage fällt mir ein Spruch aus der Geschäftwelt ein: There is no free lunch. Aber soviel will ich sagen: Der Mensch sucht in Zeiten der Unsicherheit, nach dem ultimativen Mittel, dem Befreiungschlag. Also zB. leg in Gold an und lehn dich zurück, denn alles wird gut. Könnte klappen, vielleicht auch nicht. In Wahrheit gibt es keinen allgemeinen Rat den ich treffen könnte, ausser vielleicht den, dass man nur in das investieren sollte womit man sich auskennt. Die Mehrheit der Menschen kennt sich aber nicht wirklich mit den Dingen aus und geht zur Bank oder zu Vermögensberatern usw. Daraus kann man wiederum Kapital schlagen, leider ist es so, dass man aus Dummheit sehr viel Kapital schlagen kann. Das führt zur Hauptfrage: Soll ich auf rechtschaffene Weise Geld verdienen oder auf andere Weise? Ich habe mir vor Jahren die Frage gestellt ob Verkauf der durch Informationsasymmetrie erfolgt überhaupt gerecht ist? Antworten darauf waren: Es muss für beide passen usw. Meine Antwort ist Ja, denn der Mensch hat einen Bedarf zum Tauschen oder Handeln. Im Uebrigen ist das ganze Leben meiner Meinung nach ein Verkauf oder ein Markt. Handelt man mit realen Werten, aber auch mit Wissen und Information ist das ok. Irgendwann wird die Sache aber pervers, vor allem dann wenn Geld noch mehr Geld erzeugen soll, daher soll ich mit Derivaten spekulieren, Lebensmittel-Futures die Hunger auslösen, CDS die auf Pleiten von Staaten abzielen, sollte ich überhaupt Geld auf der Bank halten die durch die Anonymisierung des Geldes, Waffenhandel, Finanzierung der Mafia oder sonst was damit betreibt? Sollte ich aus der Krise Kapital schlagen? Wenn ich ein Euro verdiene, wird ein anderer irgendwo einen Euro schulden haben. Wenn mein Unternehmen erfolgreich geht ein anderes pleite. Es ist ein Nullsummenspiel, wie Poker oder Monopoly. Fressen und gefressen werden. Wer die grösseren Zähne hat, kommt leichter durch und was mich betrifft... ich bin ziemlich satt. Eine moralische Frage die sich jeder selber stellen sollte und dementsprechend handeln muss.

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  13. Verstehe es so,dass du lieber gefressen wirst.

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